Jaume Cabré – Das Schweigen des Sammlers

Hätte meine Schwester mich gefragt, welches Buch ich mir zu Weihnachten wünsche, ich hätte mir ganz sicher nicht Das Schweigen des Sammlers von Jaume Cabré gewünscht. Denn einige Monate zuvor hatte ich sein Buch Senyoria schon nach etwa zehn Seiten kurzerhand in die Schublade der Lese-ich-nie-wieder-Bücher gesteckt. Auf die unerbittliche Grausamkeit des 18. Jahrhunderts wollte ich mich nicht einlassen. Und auch mein Weihnachtsgeschenk lege ich erst einmal auf den Stapel, bevor ich mich zum Lesen entscheide. Zunächst werfe ich einen Blick auf den Beileger aus festem Karton. Das wird anstrengend, denke ich in Anbetracht des Figurenverzeichnisses, das vom 14. bis ins 20. Jahrhundert reicht.

„Jaume Cabré – Das Schweigen des Sammlers“ weiterlesen

Gregor Hens – Matta verlässt seine Kinder

Das schmale Buch mit dem grautönigen Schutzumschlag liegt schon länger im Fach der bislang ungelesenen Exemplare. Der Autorenname Gregor Hens in schwarzen Buchstaben – noch nie was von gehört. Der Titel in mattem Blau: Matta verlässt seine Kinder – ach Gott, keinen Bock auf ein Familiendrama und Kinder hab´ ich eh nicht. Verlag S.Fischer – auch nicht gerade mein Favorit. Immerhin schreibt die Neue Zürcher Zeitung: „Gregor Hens ist mit seinem Buch über die Vergänglichkeit der Liebe ein Meisterwerk gelungen“, wie ich auf dem Buchrücken lese. Aber steht das so oder ähnlich nicht auf jedem Buchrücken?

„Gregor Hens – Matta verlässt seine Kinder“ weiterlesen