Kriterien für einen guten Text

Gute Texte zu verfassen ist heutzutage nicht nur die Aufgabe von Autoren, Textern und Journalisten. Auch für viele Menschen aus den unterschiedlichsten Branchen gehört das Schreiben zur täglichen Arbeit. Schuld daran ist das Internet, um genau zu sein: der erforderliche Content, mit dem die Suchmaschinen unaufhörlich gefüttert sein wollen, damit die potenziellen Kunden den Weg auf die virtuelle Firmenpräsenz auch wirklich finden. Insofern stellen sich immer mehr Leute die entscheidende Frage: Was ist ein guter Text?

Talent ist nicht alles

Selbst bei einer gewissen Fähigkeit, gut zu schreiben, die sich gemeinhin in solchen Komplimenten wie „Du kannst aber gut schreiben“ äußern, lohnt sich ein Blick auf die tatsächlichen Kriterien, die darüber entscheiden, ob Texte gut oder schlecht geschrieben sind. Das Wissen um diese formalen Eckdaten erhöht automatisch die Qualität und ermöglicht einen genauen Blick für eventuelle Schnitzer, die häufig unbewusst entstehen. Denn guten Texten liegt eine genaue Anwendung des richtigen Handwerkszeugs zugrunde, also eine Technik des guten Schreibens.

Der Textpatient

In meinem Webinar „Texthospital“  habe ich den Begriff personifiziert und ihn als Organismus aufgefasst. Natürlich suchen allein erkrankte Texte das Texthospital auf, in der Hoffnung auf die Heilung ihrer störenden Symptomatik. Inhalt des Webinars war demnach eine schlecht verfasste Pressemitteilung, die ich mit den Teilnehmern gemeinsam analysiert und kuriert habe.

Äußere und innere Symptome

Genauso wenig wie eine Krankheit durch Wunder geheilt wird, ist es auch kein Mysterium, wie ein Text geschrieben sein muss, damit er wirklich gut ist. Es gibt klare Richtlinien dafür, wann er als kerngesund einzustufen ist. Allerdings sollte man auch bei der Textheilkunde die äußeren und inneren Symptome voneinander trennen, erst dann macht die Analyse den nötigen Sinn. Will heißen, ein Text kann unabhängig voneinander formal gut sein, inhaltlich jedoch schlecht. Das Gleiche gilt selbstverständlich auch anders herum.

Ein Organismus

In meinem Schaubild „Der Text als Organismus“ habe ich diesen Aspekt berücksichtigt und in eine innere und äußere Symptomatik getrennt:

 

003_Grafik Textkhospital
Der Text als Organismus

 Zum Vergrößern bitte anklicken!

Die rein formalen Kriterien stellen die Qualität in mehrfacher Weise sicher:

  • Der Text ist gut lesbar.
  • Die Sachverhalte sind leicht verständlich.
  • Der Inhalt ist glaubwürdig geschildert.
  • Die Argumentation ist überzeugend.
  • Der Leser fühlt sich zum Handeln angeregt.
  • Im Falle von einem Beitrag fürs Internet sollte auch die SEO-Freundlichkeit berücksichtigt sein.

Besser Texten leicht gemacht

All diese Ziele lassen sich durch die Anwendung bestimmter technischer Vorgaben erreichen, die ich im äußeren Bereich angeordnet habe. Vielleicht hilft Ihnen dieses Schaubild bereits dabei, in Ihren eigenen Texten Schwächen zu entdecken, indem Sie einfach mal einen genauen Blick auf die einzelnen Punkte werfen. Im Workbook  „Besser texten“  erfahren Sie anhand von Beispielen und Übungen, wie Sie Ihre Texte besser verfassen und welche Stilblüten sich dort gern unbemerkt einnisten.

 

 „Besser texten“  als Workbook

 

 

10 Antworten auf „Kriterien für einen guten Text“

  1. Trotz der etwas schleppenden Einleitung, triffst du voll ins Schwarze mit deinen Analysen und vor allem der Bearbeitung der Pressemitteilung – so verkniestert schreiben PR-Leute leider tatsächlich.
    Die überarbeitete Variante hat Stil, Schmackes und spricht an. So sollten Pressemitteilungen aussehen, weg mit dem Stock im Rücken und auf Augenhöhe zum Leser / Publikum.

    Die Infografik ist treffend, im pdf in besser lesbarerer Auflösung zu finden. Klasse, die sollte man sich beim Schreiben über den Schreibtisch pinnen…

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