Gute Texte schreiben

Abgesehen von einer literarischen Qualität wohnt jedem Text auch eine stilistische inne. Diesen formalen Ansprüchen liegen einige Regeln zugrunde. Auf meiner Suche, wodurch genau sich gute Texte auszeichnen, habe ich etliche Webseiten durchforstet. Dabei sind mir unzählige Regelwerke und Empfehlungen begegnet – am Ende traute ich mich kaum noch, einen Satz zu schreiben. In einem zweiten Anlauf filterte ich diesen Berg an Informationen und ging mehrere Tage in Klausur. Hier präsentiere ich Ihnen meine Ergebnisse.

Was zeichnet gute Texte aus?

Zunächst drängt sich die Frage auf: Was ist ein guter Text? Die Antwort darauf muss jede Art von Niederschrift einbeziehen, egal ob es sich nun um einen Liebesbrief, ein offizielles Schreiben, eine Produktbeschreibung, einen Blogbeitrag oder eine Geschichte handelt: Welche Kriterien entscheiden über die formale Qualität des Geschriebenen?

Die Anforderungen an einen guten Text lassen sich auf vier Merkmale reduzieren:

  •      leicht verständlich geschrieben
  •      flüssig lesbar
  •      leserfreundlich gestaltet
  •      grammatisch korrekt formuliert

Schließlich ist das Ziel einer jeden Veröffentlichung, den Leser möglichst direkt anzusprechen und ihm die Informationen auf leicht zugängliche Weise zu übermitteln. Im Fokus steht, was beim Leser ankommt, und nicht das, was wir als Autor schreiben möchten. Diese beiden Positionen optimal zu verbinden, ist der wichtigste Aspekt der Kunst des guten Textens.

Die Kunst des Textens

Diese Kunst hängt weniger von einer Begabung ab, als von der Beherrschung der entsprechenden Techniken, die zu einem wirkungsvollen Gesamtbild führen. Stellen Sie sich einmal ein Internet vor, wo allein Veröffentlichungen von begabten Schreibkünstlern zu finden sind. Sicherlich würde allerhöchstens ein Prozent der Inhalte übrig bleiben. Der Rest sind Beiträge von Autoren, die eben nicht in erster Linie schreiben, sondern schlichtweg ihre Aktivitäten in Form einer Homepage kommunizieren. Gegenwärtig ist Schreiben für die meisten von uns eine ganz alltägliche Arbeit, die zum Geschäft gehört. Um den Gedanken von Joseph Beuys zu aktualisieren: Jeder Mensch ist heutzutage ein Autor.

Schlechte Textpassagen entstehen meist unbewusst. Die grundlegenden Techniken lagern zwar irgendwo im Unterbewusstsein, sind jedoch nicht aktiv verfügbar, stehen also als technisches Repertoire für die Textgestaltung nicht zur Verfügung. Oft reicht die bewusste Kenntnis der grundlegenden Regeln, um wesentlich – lesbar! – bessere Ergebnisse zu erzielen.

Einfach besser schreiben

Wie eingangs erwähnt, existiert ein wahrer Dschungel an Ratschlägen, Empfehlungen und Anleitungen zum guten Schreibstil. Herausgefiltert habe ich diejenigen, deren Stilblüten in Internetbeiträgen so häufig zu finden sind, wie Unkraut auf einer Wiese. Übriggeblieben sind die folgenden zehn Stilregeln:

  1. Wortwiederholungen vermeiden.
  2.  Verdoppelungen streichen.
  3.  Sätze sinnvoll konstruieren.
  4.  Auf Passiv (Leidensform) verzichten.
  5.  als und wie richtig unterscheiden.
  6.  Den Genitiv leben lassen.
  7. das und dass korrekt verwenden.
  8.  Informationen richtig anordnen.
  9.  Den Leser durch den Text leiten.
  10.  Verben ohne Aussage meiden.

 

Ein Werkzeugkasten für Sie

In meinem Workbook „Besser texten“ verdeutliche ich diese Stilregeln und gebe Tipps für deren praktische Umsetzung. Mit wenig Aufwand schaffen Sie sich im Selbststudium einen Werkzeugkasten für bessere Texte.

Hier geht’s zum Workbook „Besser texten“.

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